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VoIP – Telefonieren über das Internet

VoIP (Voice over IP), auch Internettelefonie oder IP-Telefonie genannt, bezeichnet das Telefonieren über ein Computer-Netzwerk, heute meist das Internet oder ein firmeninternes so genanntes Intranet. Der wesentliche Unterschied zwischen der herkömmlichen Telefonie und IP-Telefonie: Sprache wird nicht mehr leitungsvermittelt über eine geschaltete Verbindung in einem Telefonnetz übertragen, sondern digital in Form von Datenpaketen mittels TCP/IP (Transfer Control Protocol/Internet Protocol) in einem Netzwerk. Der Vorteil: Hohe Ferngesprächs- oder Auslandsgebühren fallen nicht an.

Mitte der 1990er Jahre, zu Beginn von VoIP, benötigten beide Gesprächspartner noch einen eingeschalteten PC mit Soundkarte, Lautsprecher und Mikrofon (meist in Form eines so genannten Headsets), spezielle Software und eine möglichst schnellen Internetzugang. Die Tonqualität war meist schlechter als im herkömmlichen Telefonnetz, Kommunikation war nur im so genannten „Halb-Duplex-Verfahren“ möglich: Ähnlich wie bei einer Unterhaltung über Funkgeräte musste ein Partner immer abwarten, bis der andere zu Ende gesprochen hatte - Komfort und Funktionalität waren mit einer herkömmlichen Telefonverbindung nicht vergleichbar.


Heute muss VoIP nicht mehr am eingeschalteten PC stattfinden, es gibt bereits „stand alone“ IP-Telefone, die etwa an einen DSL-Splitter angeschlossen werden können. Immer höher werdende Datendurchsatzraten der Breitband-Internetanschlüsse und Zusatzgeräte wie beispielsweise Webcams werden aber auch die Attraktivität des Telefonierens am PC in naher Zukunft steigern: Bildtelefonie oder Audio- und Videokonferenzen über den heimischen Rechner können schon bald Alltag werden.

Inzwischen telefonieren bereits 10 Prozent aller Deutschen über das Internet und damit 16 Prozent aller über 18jährigen, die über einen Internetzugang verfügen.

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