Usability – Der User als Maß für die Webseitengestaltung
Usability bezeichnet zunächst einmal die Benutzerfreundlichkeit im Allgemeinen. Am häufigsten angewandt wird der Begriff heute im Zusammenhang mit Webseiten: Eine Webseite ist dann besonders benutzerfreundlich, wenn sie zum einen von möglichst vielen verschiedenen Browsern und mit verschiedenen Voreinstellungen (zum Beispiel mit ausgeschaltetem Javascript) verlustfrei angezeigt werden kann. Zum anderen sollte die Seite so aufgebaut sein, dass der User intuitiv und möglichst einfach seinen Weg zur gesuchten Information findet.
Die optimale Anzeige von Webseiten auf möglichst vielen Browsern und mit verschiedenen Voreinstellungen ist ein rein technisches Problem: Es erfordert einiges Know How im Programmieren von Webauftritten und eine umfangreiche Testphase, um hier die maximale Usability zu gewährleisten. Dem Optimum auf der technischen Seite läuft der zweite Aspekt nicht selten zuwider: Für die intuitive Navigation durch die Seite ist auch ein gewisses Maß an Ästhetik notwendig, das wiederum Darstellungsprobleme hervorrufen kann.
Die Hauptrolle spielt allerdings ein klarer Aufbau, der entweder gelernten Mustern folgt, oder so speziell ist, dass ihm der User aus einem gewissen Spieltrieb heraus zu folgen bereit ist. Meist wird bei Usability von Studien und Erfahrungswerten ausgegangen: Der durchschnittliche User erwartet etwa die Hauptnavigation entweder oben oder links. Dunkle Schrift auf hellem Grund ist besser zu lesen als helle Schrift auf dunklem Grund. Bewegte Elemente sollten sparsam eingesetzt werden, da sie vom eigentlichen Inhalt ablenken. Der Seitenaufbau sollte logisch und nachvollziehbar strukturiert und die gesuchte Information mit möglichst wenigen Klicks auffindbar sein. Und der User sollte immer wissen, wo auf der Seite er sich gerade befindet.


