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ISDN: Zugang zum Internet

Telefonieren ist seit mehr als hundert Jahren eine der schnellsten Kommunikationsformen der Welt. Durch die immer stärkere Inanspruchnahme des Telefonnetzes stößt dessen Übertragungskapazität vielerorts an ihre Grenzen. Durch die massenhafte Verbreitung von Computern kam in den letzten Jahren in verstärktem Maße auch die Datenkommunikation hinzu, die ebenfalls über Telefonleitungen abgewickelt wird. Um die unterschiedlichen Kommunikationsarten auf einem einheitlichen Netz abwickeln zu können, wurde in Deutschland eine digitale Form der Datenübertragung entwickelt, die für Telefongespräche und Computerdaten gleichermaßen geeignet ist: „Integrated Services Digital Network", kurz ISDN.

Der Internetzugang über ISDN wird durch eine externe oder interne ISDN-Karte ermöglicht. Diese Karte ist ein mit mikroelektronischen Bauteilen übersäter Einschub für einen PC, der die Auswahlprozedur zwischen Computer und ISDN übernimmt und dafür sorgt, dass die von vornherein digitalen Computerdaten auch in der richtigen Form für den Versand via ISDN aufbereitet werden. Für die ISDN-Karte ist es völlig unerheblich, aus welcher Art von Informationen die versendeten oder empfangenen Daten bestehen. Die Interpretation ist allein Aufgabe der im Computer installierten Anwendungsprogramme; die Kommunikationssoftware muss nur gewährleisten, dass die Daten in der richtigen Form an das ISDN-Netz geleitet und fehlerfrei übermittelt werden.

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